3. Januar 2011 11:52 Uhr
Estland wird nicht zu einer Belastung für die Eurozone werden. Diesen Schluss ziehen Experten des Instituts für Weltwirtschaft der Universität Kiel. In einer Studie erklären sie, die Finanzkrise sei zwar nicht unbemerkt an dem baltischen Land vorbeigegangen, es habe aber eine solide Hauspolitik. Estland sei innerhalb der 3-Prozent-Defizitgrenze und weit entfernt von der 60-Prozent-Verschuldungsgrenze des Stabilitäts- und Wachstumspakts geblieben. Weiter heißt es in der Studie, Estland habe in der Wirtschaftskrise kaum Staatsschulden angehäuft. Vielmehr habe es durch ein Paket von Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen die Situation in den Griff bekommen. Am 1. Januar wurde in Estland der Euro eingeführt. Er löste die bisherige Landeswährung Krone ab.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)