3. Januar 2011 17:22 Uhr
Mit dem Anschlag auf eine Kirche in Ägypten stehen die koptischen Christen im Interesse der Medien. Deswegen liefern wir einen kurzen Hintergrund. Der Name der Kopten geht auf eine Verkürzung des griechischen Wortes aigyptios zurück - so wurden einst die christlichen Nachfahren der alten Ägypter genannt. Heute bilden die Kopten die größte christliche Gemeinschaft im Nahen und Mittleren Osten. Schätzungen zufolge gibt es weltweit zehn bis 15 Millionen Kopten, davon lebt der größte Teil in Ägypten. Auch in den USA gibt es große Auslandsgemeinden. In Deutschland leben etwa 10.000 Kopten. Die Kopten berufen sich auf den Evangelisten Markus als Kirchengründer. Die eigentliche koptisch-orthodoxe Kirche entstand nach theologischen Streitigkeiten beim Konzil von Chalkedon im Jahr 451. Für die Kopten ist die Göttlichkeit von Jesus Christus wichtiger als seine menschliche Identität. Aktuelles Oberhaupt ist Papst Schenuda III. Neben den orthodoxen Kopten gibt es auch eine koptisch-katholische Kirche mit 200.000 Mitglieder.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)