4. Januar 2011 10:27 Uhr
"Im Regime von Alexander Lukaschenko herrscht Unruhe und Angst vor einem Machtverlust." So erklärt die Vorsitzende des weißrussischen Journalistenverbandes, Shanna Litwina, die anhaltende Verfolgung von Journalisten und Wissenschaftlern in ihrem Land. Im Interview mit dem Deutschlandfunk sagte sie, noch immer würden Reporter festgehalten und von vielen wisse man nicht, wie es ihnen gehe. Der Kontakt zu ihnen werde systematisch verwehrt. Ähnlich ergehe es Soziologen. Geplante Umfragen seien nicht mehr möglich. Das Verhalten des Staates steht laut Litwina in scharfem Kontrast zu der Situation vor der Wahl im Dezember. Damals habe das Regime den Wahlkampf kaum behindert. Umso härter würden Opposition und Medien nun vom Meinungsumschwung Lukaschenkos getroffen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)