4. Januar 2011 11:22 Uhr
Das ganze Leben einer Person aufzeichnen zu können, nennt sich Lifelogging. Für manche mag das großartig klingen - Peter Glaser, Kolumnist der "Technoloy Review", ist es dagegen einen "Verriss des Monats" wert. Er hat sich unter anderem das Gerät "Vicon Revue" angeschaut, eine Box zum Umhängen. Die macht bis zu acht Fotos pro Minute, wenn der Nutzer zum Beispiel einen neuen Raum betritt. Der Kolumnist findet: Der Preis von 580 Euro sei nicht gerechtfertigt - fast jedes moderne Smartphone habe bereits ähnliche Funktionen. Außerdem überflute einen ein solches Gerät mit Massen von Daten. Das zeige wieder, dass Vergessen kein Mangel sei, sondern uns von unnötigem Erinnerungsballast entlaste. Glasers Fazit: Mit den Lifelogging-Boxen könne man sich permanent vorführen lassen, aus was für einer langweiligen Ansammlung von Daten das Leben bestehe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)