5. Januar 2011 07:27 Uhr

Estlands Finanzminister sieht positiv in die Zukunft des Euro

Die Europäische Union hat schon bessere Zeiten erlebt, als im Moment. Trotzdem freut sich Estland über die Einführung des Euro. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung befragt dazu Jürgen Ligi, Estlands Finanzminister. Ligi erklärte im Interview, die estnische Krone sei schon lange zu einem festen Wechselkurs an den Euro gebunden und zuvor bereits an die D-Mark. Das Land erwarte nach der Einführung also keinen Schock, wie es Länder mit frei beweglichen Währungen nach dem Eintritt in die Währungsunion of erlebten. Stattdessen sehe Estland Vorteile im Vergleich zur nationalen Währung. Der Euro sei robust und die Länder der Währungsunion könnten gemeinsam auf Krisen reagieren. Langfristig rechnet Ligi damit, dass sich der Euro-Raum weiter vergrößern wird. Vor allem Länder wie Schweden, Lettland und Litauen sähe der Politiker gerne in der Währungsunion.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)