5. Januar 2011 08:22 Uhr
Manchmal macht die Wissenschaft eine Entdeckung erst im Nachhinein. So ist es bei der Viking-Mission der US-Weltraumbehörde Nasa, die in den 70er Jahren den Mars als Ziel hatte. Die Forscher fanden damals organische Verbindungen in den Bodenproben. Da sie so etwas aber gar nicht vermutet hatten, hielten sie diese für Verunreinigungen - und die Viking-Mission für fehlgeschlagen. Bei einer weiteren Mars-Mission mehr als 30 Jahre später wurden jedoch wieder Hinweise auf organische Verbindungen entdeckt. Deswegen stellten Forscher ein Experiment der Viking-Mission aus den 70er Jahren nach und sagen nun: Die Mission war doch nicht fehlgeschlagen. Einer der Wissenschaftler bedauerte im Onlineportal "Discovery News": Hätte man das früher erkannt, hätte es wohl keine 20-jährige Forschungspause gegeben. Die Entdeckung von organischen Verbindungen ist für die Wissenschaftler aber noch kein Beweis für Leben auf dem Mars.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)