5. Januar 2011 09:52 Uhr
Muttermilch bringt für Neugeborene zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit. Aber wirkt sie sich auch langfristig auf die Entwicklung eines Kindes aus? Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet von einer Studie, die weißrussische Wissenschaftler der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt haben. Demnach haben gestillte Kinder nach der Einschulung durchschnittlich einen höheren Intelligenzquotienten, als nicht gestillte. Dabei bleibe allerdings die Frage, wo Ursache und Wirkung liegen. In Industrienationen sind stillende Mütter laut "SZ" meistens reicher, gesünder und gebildeter als solche, die nicht stillen. Der höhere IQ könnte also auch daher rühren. Ob Muttermilch auch den Charakter eines Kindes beeinflusst, sei für Menschen noch nicht sicher geklärt. Bei Makaken hingegen schon: Die Affenmütter geben ihren Nachkommen demnach gezielt Hormone über die Milch mit, die sich auf das spätere Verhalten der Tiere auswirken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)