5. Januar 2011 13:24 Uhr
Wie schädlich ist das Passivrauchen wirklich? Forscher kommen bei dieser Frage zu unterschiedlichen Ergebnissen. Und genau das kritisiert der Lungenchirurg Thomas Kyriss. Der Oberarzt der Lungenklinik Schillerhöhe in Garlingen sagte hier bei DRadio Wissen, mehrere Wissenschaftler in Deutschland seien von der Tabakindustrie beeinflusst, um zu entsprechend positiven Ergebnissen zu kommen. So gebe es mehrere Fälle, in denen Wissenschaftler oder auch Sachverständige Drittmittel von großen Tabakfirmen erhalten hätten. Auffällig sei, dass diese Personen das Passivrauchen als weniger schädlich einstuften als andere Kollegen. Diese Studien wurden laut Kyriss dann in die politischen Diskussion um Rauchverbote mit einbezogen. Deshalb sei der Nichtraucherschutz in Deutschland verzögert worden und nicht konsequent genug.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)