6. Januar 2011 09:52 Uhr
Kaum jemand versteht, was ein "überdurchschnittliches Erfüllungsrisiko" ist. Das moniert der Bundesverband der Verbraucherzentrale und meint damit Formulierungen der Schufa. Das ist ein Unternehmen, das von Banken getragen wird und Daten über Bundesbürger sammelt. Wer zum Beispiel ein Konto eröffnet oder einen Kredit aufnimmt, bekommt Einträge bei der Schufa. Banken können daran erkennen, ob jemand geliehenes Geld wahrscheinlich zurückzahlt oder nicht. Seit April des vergangenen Jahres muss die Schufa offenlegen, was in ihren Dateien steht. Doch diese Informationen, klagt die Verbraucherzentrale, seien für die meisten Laien unverständlich. Außerdem ließen sie falsche Schlüsse zu: Zum Beispiel vermerke die Schufa, wer häufig umziehe. Das könne zwar gelegentlich darauf hindeuten, dass jemand versuche, vor seinen Gläubigern zu fliehen. Aber meistens habe es einfach berufliche Gründe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)