6. Januar 2011 15:07 Uhr

Simbabwe: Journalisten müssen zahlen

Im südafrikanischen Simbabwe ist wohnen billig, aber arbeiten teuer. Zumindest gilt das für einheimische Reporter. Falls sie in ihrem Land für ein ausländisches Medium arbeiten, müssen sie seit diesem Jahr viermal soviel Gebühren für einen Presseausweis zahlen als bisher. Statt 100 Dollar kostet der Ausweis jetzt 400. Erheblich gestiegen sind auch die Steuern für simbabwische Medien und die Gebühren, die ausländische Journalisten für Recherchen in dem Land zahlen müssen. Dabei hatte Ministerpräsident Morgan Tsvangirai im vergangenen Jahr versprochen, die Pressefreiheit zu stärken. Er teilt sich die Macht mit Präsident Robert Mugabe. Mugabe war über 20 Jahre alleiniges Staatsoberhaupt von Simbabwe. Während dieser Zeit erließ er mehrere pressefeindliche Gesetze und zwang zahlreiche einheimische Medien zu schließen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)