7. Januar 2011 06:23 Uhr

"British Medical Journal": Impfstudie war absichtlich gefälscht

Die Fehler seien definitiv kein Versehen gewesen, sondern man habe die Ergebnisse bewusst gefälscht. Das schreiben die Herausgeber in der aktuellen Ausgabe des "British Medical Journal" über eine Studie zu Impfschäden aus dem Jahr 1998. - Darin war der Wissenschaftler Andrew Wakefield zu dem Ergebnis gekommen, dass die Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern zu Autismus führen könne. Daraufhin waren in vielen Ländern die Impfzahlen stark zurückgegangen. Dass die Ergebnisse falsch sind, gilt schon länger als erwiesen. Das Fachmagazin "The Lancet" zog die Veröffentlichung im Jahr 2004 zurück. Wakefield selbst bestreitet aber bis heute, etwas falsch gemacht zu haben. Das "British Medical Journal" hat jetzt in alten Akten recherchiert. Das Magazin meint, Wakefield habe bewusst in Patientenakten Daten geändert und Informationen über Vorerkrankungen unterschlagen. Einige der Probanden hätten schon vor der Impfung Anzeichen von Autismus gezeigt. Deswegen müsse man dringend auch Wakefields übrige Forschung überprüfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)