7. Januar 2011 06:50 Uhr

Der Sinn für Gerechtigkeit ist in den Genen verankert

Risikobereitschaft, Vertrauen, Gerechtigkeitssinn - das alles liegt in den Genen. Das Fachmagazin "Bild der Wissenschaft" berichet: Nur zu etwa 60 Prozent sind Erziehung, Erfahrung und Umwelt dafür verantwortlich, wie viel Wert man auf Gerechtigkeit legt. Der Rest ist angeboren. Der Bericht geht auf die Studie eines schwedischen Forscherteams nach Tests an Zwillingspaaren zurück. Mit Hilfe des sogenannten Ultimatum-Spiels haben sie gemessen, wie hoch das Streben nach Gerechtigkeit und Kooperation ist. Dabei bekommt ein Proband einen Geldbetrag und darf ihn beliebig zwischen sich und seinem Partner aufteilen. Akzeptiert der Partner das Angebot, bekommt jeder seinen Anteil. Lehnt er ab, gehen beide leer aus. Die Wissenschaftler beobachteten: Obwohl die zweite Alternative ökonomisch schlechter ist, lehnten viele Zwillingspaare das Angebot ab, wenn es unfair erschien. Dabei zeigten die Geschwister jeweils ähnliche Handlungsweisen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)