7. Januar 2011 07:21 Uhr
Resistente Bakterien nutzen Blutzellen wie ein trojanisches Pferd, um zu überleben. Das haben Forscher der US-Univeristät Columbia entdeckt. Sie beschreiben, dass diese Bakterien Infektionen auslösen, die möglicherweise eine größere Rolle bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielen, als bisher angenommen. Die Bakterien unterstützten die Verkalkung der Gefäße, die sogenannte Arteriosklerose. Die Folge seien Herzinfarkte und Schlaganfälle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, lebende Bakterien aus Ablagerungen verkalkter Gefäße zu isolieren. In ihren Untersuchungen stellten sie fest, dass diese Bakterien gegen verschiedene Antibiotika resistent sind. Außerdem fanden die Wissenschaftler heraus, dass sie die Fähigkeit haben, in bestimmten Blutzellen zu überleben. Die Rolle der Bakterien bei der Arteriosklerose soll nun in weiteren Studien genauer untersucht werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)