7. Januar 2011 13:57 Uhr
Stroh zu Gold spinnen... das kann höchstens die arme Müllerstochter im Märchen "Rumpelstilzchen". Aber Pulver zu Stoff verspinnen, das ist nun Wissenschaftlern aus den USA gelungen. Im Fachmagazin "Science" beschreiben die Forscher ihre Methode. Sie haben winzige Röhrchen aus Kohlenstoff als Grundlage genommen, sogenannte Nanoröhrchen. Darauf haben sie verschiedene pulverförmige Substanzen aufgetragen, und das Ganze dann verdreht und versponnen. Am Ende machten die Nanoröhrchen nur noch 5 Prozent der Masse aus. Das entstandene Material hatte größtenteils die Eigenschaften des eingesetzten Pulvers übernommen. Den Forschern zufolge lassen sich so zum Beispiel Stoffe herstellen, die Strom leiten oder die selbstreinigende Eingenschaften hätten. Selbst wenn die gewebten Stoffe mit der Maschine gewaschen würden, gehe nur ein geringer Teil des Pulvers verloren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)