10. Januar 2011 06:53 Uhr
Artenvielfalt ist eine Art des Reichtums und kann armen Ländern helfen. Davon geht der peruanische Umweltaktivist Marco Arana aus. Im Interview mit der Lateinamerika-Zeitschrift "Matices" fordert er, die biologischen Ressourcen Perus stärker zu nutzen, auch im Kampf gegen die Armut. Als Beispiel nennt er die Kulturen aus den Anden, die verschiedene Kartoffelsorten anbauen, um Ernteausfälle auszugleichen. Außerdem habe man in Peru einen Zuckertyp entdeckt, der nützlich sei bei der Behandlung von Diabetes. Weil das in seinem Land aber niemand erkannt habe, müsse man nun Patente aus dem Ausland dafür kaufen anstatt selbst damit Geld zu verdienen. Arana kandidiert in diesem Jahr bei der Präsidentschaftswahl. Sein Plan ist es, die Wirtschaft Perus vielfältiger werden zu lassen und weniger stark auf die Ausbeutung von Rohstoffen zu setzen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)