10. Januar 2011 08:20 Uhr

Hintergrund: Was bedeuten die Pegelstände bei Hochwasser?

Vielerorts steigen zur Zeit die Pegelstände der Flüsse, unter anderem in Köln und Koblenz. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter den Zahlen, zum Beispiel hinter einem Pegelstand von zurzeit 8 Meter 80 in Köln? Die Zahl bezeichnet nicht etwa die Wassertiefe des Rheins, sondern bezieht sich darauf, wie hoch der Flussspiegel über dem Meeresspiegel liegt. Wenn der Pegelstand bei null liegt, dann entspricht das knapp 35 Meter über dem Meer. Jetzt liegt der Spiegel also knapp neun Meter über diesem Wert. Ab einer Marke von sechs Metern 20 ist die erste Hochwasserstufe erreicht, dann wird die Schifffahrt eingeschränkt. Der niedrigste Wert wurde 2003 gemessen: Damals lag der Stand bei 80 Zentimetern über dem Nullpunkt. Das größte Hochwasser der letzten Zeit gab es 1995, da zeigte der Pegel über zehn Meter an. Innerhalb der Kölner Stadtgrenzen schwanken die Werte übrigens stark: Im Norden liegt der Rheinspiegel acht Meter niedriger als im Süden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)