10. Januar 2011 12:55 Uhr

China: Handys sollen Kinder vor Entführungen schützen

Handys sollen Kinder in China vor Entführungen schützen. Viele Schüler in Peking tragen von nun an ein Gerät bei sich, das mit dem Navigationssystem GPS ausgerüstetet ist. Das Rote Kreuz hat an 20.000 Kinder Handys verteilt, die wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden können. Nach einem Bericht der Zeitung «Global Times» soll so die Sicherheit der Kinder verbessert werden. Bis Jahresende sollen 100.000 Schulkinder ein GPS-Handy haben. Hintergrund ist, dass in China viele Kinder verschwinden - dem Zeitungsbericht zufolge sind es jedes Jahr 200.000. Vor allem Jungen werden häufig entführt, weil sie die Tradition eines männlichen Erben erfüllen sollen. Außerdem gab es im vergangenen Jahr mehrere tödliche Angriffe in chinesischen Schulen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)