10. Januar 2011 13:21 Uhr

Zählmethoden für den Hirschkäfer erforscht

Hirschkäfer mögen offenbar Ingwer. Britische Biologen haben nach Methoden gesucht, um die bedrohte Käferart besser zählen zu können. Dabei probierten sie verschiedene Köder aus. Wie die Forscher in einem Fachmagazin ("Insect Conservation and Diverstity") schreiben, ließen sich die Tiere am Besten durch Inhaltsstoffe der Ingwerwurzel anlocken. Bananen, Erdbeeren, Tomaten oder Kirschen seien weniger beliebt gewesen. Um die Larven des Hirschkäfers zählen zu können, mussten die Forscher in den Untergrund - die Larven leben bis zu sechs Jahre lang unterirdisch. Mit Hilfe von Spezialmikrofonen zeichneten die Biologen Geräusche auf, die die Insekten erzeugen, indem sie Körperteile aneinanderreiben. Mit diesen Geräuschen kommunizieren sie untereinander und schrecken ihre Fressfeinde ab. Durch die Aufzeichnungen können die Wissenschaftler nun darauf schließen, wie viele Larven sich wo im Erdboden befinden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)