10. Januar 2011 15:09 Uhr

Chaos Computer Club: Twitter-Daten nicht sicher vor Behörden

Der Internetdienst Twitter soll noch in diesem Monat Daten von Wikileaks-Unterstützern herausgeben. Dazu wurde das US-Unternehmen gerichtlich aufgefordert. Die Begründung: die Informationen seien relevant für strafrechtliche Ermittlungen. Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs, hat in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Daten von Twitternutzern nicht sicher sind. Behörden könnten mit Hilfe von Gerichtsbeschlüssen die Herausgabe von Informationen durchsetzen. Im Interview hier bei DRadio Wissen sagte sie, dass Ermittler so Zugriff auf aussagekräftige Informationen bekämen, zum Beispiel auf private Nachrichten oder Daten hinsichtlich des Bewegungsprofils von Twitternutzern. Hintergrund: Die USA suchen nach einer Möglichkeit, Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Geheimnisverrat vor Gericht zu bringen. Die Plattform veröffentlicht seit Monaten US-Geheimdokumente.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)