11. Januar 2011 07:28 Uhr

Giga-Institut: Zivilgesellschaft in Kuba hat sich durch das Internet verändert

Flugblätter verteilen war gestern. Heute wird getwittert. Auch für die Menschen in autoritären Regimen spielt das Internet eine große Rolle. Das Hamburger Giga-Institut hat untersucht, wie sich diese Entwicklung in Kuba darstellt. Die Autoren verglichen die Situation der Zivilgesellschaft in der ersten Hälfte der 90er Jahre und zehn Jahre später. Der Hauptunterschied: Ohne Internet bemühten sich die zivilgesellschaftlichen Vereinigungen im Rahmen der Möglichkeiten um Autonomie, und zwar als Gruppe. Heute aber steht die Autonomie des einzelnen Staatsbürgers im Zentrum der Debatte. Wie sich das auf die Demokratisierung auswirkt, hängt laut der Studie davon ab, wie sich die virtuelle Diskussion mit gesellschaftlichem Handeln verbindet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)