11. Januar 2011 08:01 Uhr
Die portugiesische Sprache, die Kolonialgeschichte: Brasilien und einige Länder Afrikas haben viel gemeinsam. Das sah offenbar auch Lula da Silva so, bis vor kurzem Präsident Brasiliens. Die Lateinamerika-Zeitschrift "Matices" untersucht in ihrer aktuellen Ausgabe die brasilianische Afrikapolitik unter Lula. Die Autorin spricht von einer Wiederentdeckung Afrikas und beschreibt, wie die Beziehungen aufgewertet wurden. So seien unter Lula da Silva mehrere afrikanische Botschaften in Brasilien gegründet und viele Kooperationsabkommen geschlossen worden, vor allem auf wirtschaftlicher Ebene. Dazu kamen zahlreiche diplomatische Reisen, auf denen der Präsident erklärte, Brasilien stehe in der Schuld Afrikas, weil sein Land dort einst Sklaverei betrieben habe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)