11. Januar 2011 09:03 Uhr

Sprachdidaktiker hält Diktate für unsinnig

"Zettel und Stift raus - Diktat!" Diese Ansage sollte es in Klassenzimmern seltener geben. Das findet zumindest der Sprachdidaktiker und Rektor der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg, Martin Fix. Denn er hält Diktate für wenig sinnvoll. Dem Magazin "Focus"-Schule sagte er, für die Diagnostik von Rechtschreibschwächen gebe es eine Vielfalt anderer Prüfungsmethoden. Das Ziel, dass Schüler möglichst fehlerfrei eigene Texte verfassen können, wird seiner Ansicht nach durch Diktate nicht erreicht. Über Fehleranalysen werde deutlich, dass Schüler in freien Texten andere Fehler machten als in diktierten Texten. Manche Jugendliche und Kinder, die beim Diktat negativ auffielen, schnitten bei eigenen Texten besser ab.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)