11. Januar 2011 16:34 Uhr

Bakterium entwickelt Strategie gegen Eisenmangel - Recycling

Das klingt nach optimaler Nutzung von Ressourcen. US-Forscher haben entdeckt, dass ein Meeresbakterium ein Recyclingsystem geschaffen hat, um auch in Gewässern mit wenigen Nährstoffen zu leben. Das Bakterium nutzt das in vielen Ozeanen knappe Eisen doppelt. Wie die Forscher aus Massachusetts im Fachblatt "PNAS" schreiben, bauen die Bakterien das Eisen tagsüber in Enyzme ein, mit denen sie per Photosynthese Kohlenhydrate herstellen. Nachts dagegen wird das gleiche Eisen in andere Enzyme eingefügt und dazu benutzt, Stickstoffverbindungen herzustellen. Die Bakterien bauen die jeweiligen Enzyme jeden Morgen und jeden Abend auf- beziehungsweise ab. Doch offenbar lohnt sich der Aufwand. Das Bakterium spart sich fast die Hälfte des benötigten Eisens.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)