11. Januar 2011 17:30 Uhr

Zehnmonatiger Schulverweis kein Verstoß gegen Menschenrechte

Manche Jugendliche würden vielleicht jubeln, wenn sie zehn Monate lang nicht zur Schule müssten. Ein britischer Schüler fand das aber gar nicht witzig und ging vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Er war in Verdacht geraten, einen Papierkorb in der Schule angezündet zu haben. Die Schulleitung sprach bis zum Abschluss der polizeilichen Untersuchungen einen Verweis aus. Nach zehn Monaten wurden die Ermittlungen wegen fehlender Beweise eingestellt. Zwar bekam der Schüler während der Zeit Unterrichtsmaterialien nach Hause, doch er pochte auf sein Recht auf Erziehung, das er verletzt sah. Der Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wies die Beschwerde nun zurück. Zwar müsse Jugendlichen der Schulbesuch ermöglicht werden. Das Recht auf Erziehung könne aber zeitweise und in begründeten Fällen eingeschränkt werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)