12. Januar 2011 14:20 Uhr

Ex-Bundeswehrleutnant kritisiert Afghanistaneinsatz in einer Studie

Deutschland ist laut einer Studie in den Afghanistaneinsatz "hineingeschliddert". Die deutschen Interessen seien nicht hinreichend diskutiert worden. Das schreibt der Generalleutnant a.D. Ulf von Krause in seiner Dissertation. Der "Westfälischen Rundschau" sagte Krause, alle Bundesregierungen hätten die wahren Gründe der Bundeswehreinsätze verschleiert und ihren Charakter geschönt. Die formulierten Ziele seien militärisch nicht erreichbar. Heute hat das Bundeskabinett eine Verlängerung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan beschließen. Krause bezweifelt in seiner Analyse, dass der Bundestag bei vorigen Entscheidungen zum Afghanistaneinsatz seiner Kontrollfunktion gerecht wurde. Die Politik habe die Einsätze lange als eine Art "bewaffnete Entwicklungshilfe" verharmlost.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)