12. Januar 2011 10:22 Uhr

Flut in Australien durch Klimawandel verursacht?

Alljährlich gehen in den Monsunmonaten starke Regenfälle über Australiens Nordosten nieder. Dass die Niederschläge in diesem Jahr derart heftig ausfallen, könnte mit dem Klimawandel zu tun haben. Das sagten Wissenschaftler auf einer Pressekonferenz in Sydney. Die Oberfläche des Meeres vor der Küste Australiens sei so warm wie nie. Das belegen Messwerte. Warmes Wasser aber liefere mehr Feuchtigkeit an die Atmosphäre, wodurch wiederum heftigere Regenfälle entstünden. Die Messwerte passen gut zu dem bekannten Wetterphänomen La Nina. In La Nina-Jahren gelangt durch veränderte Meeresströmungen mehr warmes Wasser an Australiens Küste als gewöhnlich. Die Forscher haben nun zum ersten Mal einen Hinweis darauf, dass der Klimawandel auch dieses großflächige Wetterphänomen verändert und offenbar verstärkt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)