13. Januar 2011 06:56 Uhr

Studie: Genug Nahrung für alle - wenn Menschen in reichen Ländern weniger essen

Dass viele Menschen in reichen Ländern zu viel essen, ist seit langem bekannt. Ein Forscherteam aus Frankreich hat die Menschen jetzt dazu aufgefordert, ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren - und zwar nicht nur um der eigenen Gesundheit willen. Weniger zu essen ist ihrer Ansicht nach nötig, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern. Die Wissenschaftler vom Forschungsinstitut INRA in Paris belegen ihre These mit einem Rechenmodell. Demnach sind 3.000 Kilokalorien pro Tag und Person ausreichend, um sich gesund zu ernähren. Diese Zahl legte das Institut zu Grunde und berechnete dann, wie dieser Lebensmittelbedarf in Zukunft weltweit gedeckt werden könnte. Wichtigstes Ergebnis aus Sicht von INRA: Es wäre möglich, dass alle Menschen ausreichend Nahrung bekommen - und das, obwohl der Lebensmittelbedarf bis 2050 um ein Fünftel steigen wird. Es sei aber zu befürchten, dass die Lebensmittel auch in Zukunft sehr ungleich auf die Weltbevölkerung verteilt würden. Derzeit landeten in reichen Ländern 800 Kilokalorien pro Tag und Person im Müll.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)