13. Januar 2011 07:04 Uhr

Dresdner Kunsthochschule: Pinkelnde Skulptur führt zu Diskussionen

"Es ist erstaunlich, dass eine so kleine Figur eine so große Wirkung haben kann." So fasste die Pressesprecherin der Dresdner Kunsthochschule gestern die Aufregung über ein Kunstwerk zusammen, das derzeit in einer Ausstellung zu sehen ist. Es geht um eine Silikon-Skulptur, die eine pinkelnde Polizistin darstellt - die Figur mit Namen "Petra" sitzt mit Dienst-Montur und heruntergelassener Hose in der Hocke. Darüber hatten in den vergangenen Tagen zahlreiche Medien berichtet. Sachsens Innenminister Markus Ulbig von der CDU sah darin eine Beleidigung aller Polizistinnen. Das sächsische Innenministerium wies nun den Eindruck zurück, dass man Kunst einschränken oder gar verbieten wolle. Nach Angaben der Hochschul-Sprecherin hält sich die Zahl der direkten Beschwerden übrigens in Grenzen. Die Berichterstattung habe aber an der Hochschule zu einem interessanten Disput über Kunst und Medien geführt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)