13. Januar 2011 07:23 Uhr
Es kann ein ständiges Rauschen sein oder ein schriller Piepton - Tinnitus, also hartnäckige Geräusche in Ohr und Kopf ohne äußere Schallquelle. Eine allgemein wirksame Behandlung gibt es bisher nicht. Nun ist es US-Forschern gelungen, Tinnitus zu bekämpfen, indem sie die zuständigen Nervenzellen im Gehirn behandelt haben. Dazu spielten die Wissenschaftler lärmgeschädigten Laborratten drei Wochen lang Töne im Bereich der Tinnitus-Frequenz vor. Gleichzeitig stimulierten sie einen bestimmten Gehirnnerv mit einer Elektrode. Nach der Behandlung wiesen die Nervenzellen der Ratten wieder das gleiche Muster auf wie vor dem Einsetzen des Tinnitus. Die Forscher glauben nun, dass der Teil des Gehirns, der Töne verarbeitet, manchmal einfach zu vielen Nervenzellen auf einmal eine bestimmte Frequenz zuordnet. So entstünden die Dauergeräusche. Dieser "Umbau" des Hirns könne durch die Elektroden-Stimulierungen wieder rückgängig gemacht werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)