13. Januar 2011 07:51 Uhr
Die Blätter sind harmlos - auch wenn aus ihnen Kokain gewonnen wird. So argumentiert der bolivianische Staatspräsident Evo Morales und will eine internationale Kampagne starten, um das Kauen von Kokablättern zu legalisieren. Die Blätter des Koka-Strauches stehen seit 1961 auf der Rauschmittelliste der Vereinten Nationen. Nach Ansicht von Morales gibt es aber genügend juristische, kulturelle, soziale und wissenschaftliche Argumente, um zu beweisen, dass Koka kein Kokain ist. Die Sträucher werden in den Andentälern Boliviens, aber auch in Kolumbien und Perú angebaut. Koka-Blätter dienen in den Anden seit Jahrhunderten als Genussmittel und gelten unter anderem als hilfreich gegen die Höhenkrankheit. Morales sagte, man wolle erreichen, dass die Vereinten Nationen in einem Beschluss das Kauen der Blätter nicht mehr als strafbare Handlung bezeichnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)