13. Januar 2011 15:59 Uhr

Kinderschutzfilter im Internet sind zu durchlässig

Magersucht, Selbstmord oder Selbstverstümmelung. Im Internet werden viele Dinge diskutiert, die nicht wirklich für Kinder geeignet sind. Filterprogramme sollen Kinder deshalb schützen. Doch die Filter sind löchrig. Das haben Forscher der London School of Economics herausgefunden. Ihre Ergebnisse hat heute die EU-Kommission in Brüssel vorgestellt. Demnach ließen sich in 20 Prozent der Fälle Seiten mit gefährlichem Inhalt öffnen, trotz installierter Schutzprogramme. Besonders schwierig sei es, soziale Netzwerke, Foren und Blogs wirksam zu filtern. Häufig würden auch Internetseiten blockiert, die durchaus kindgerecht seien. Die Studie belegt außerdem, dass viele Eltern nicht oder zu wenig mit ihren Kindern über deren Aktivitäten im Netz sprechen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)