13. Januar 2011 16:02 Uhr

Ex-EKD-Ratsvorsitzender Kock: Homosexualität ist "nicht bibelwidrig"

Homosexuelle Partnerschaften sind "nicht bibelwidrig". Das findet der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock. Er reagiert damit auf die kircheninterne Kritik an einem Beschluss der EKD-Synode, der es homosexuellen Pfarrern ermöglicht, mit ihren Lebensgefährten im Pfarrhaus zu wohnen. Acht ehemalige Landesbischöfe hatten den Beschluss in einem offenen Brief kritisiert. Darin schrieben sie, Homosexualität sei nach Aussagen der Bibel als "widernatürlich und schöpfungswidrig" zu beurteilen. Kock bezeichnete die Äußerungen als "alterskonservativen Rollback". Die Altbischöfe täten so, als seien Homosexuelle "Menschen zweiter Klasse". Für Kock gehört Homosexualität zur dagegen menschlichen Geschlechtlichkeit. Sie müsse lebbar sein - und zwar nicht "heimlich im Bahnhofsviertel, sondern offen und verantwortlich."

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)