14. Januar 2011 06:52 Uhr

Bei Ling: "Liu Xiaobo war damals wahnsinnig arrogant und hielt nichts von

Wer Liu Xiaobo als Heiligen beschreibt, liegt ebenso falsch wie der, der ihn als Opportunisten kritisiert. Das hat sein Weggefährte und Biograph Bei Ling hier im DRadio Wissen über den inhaftierten Friedensnobelpreisträger gesagt, den er in den Achtziger Jahren kennenlernte. Damals sei Liu als Literatur-Dozent wahnsinnig arrogant gewesen. Lyriker habe er für Langeweiler und Feiglinge gehalten. Bei Ling erzählte, im Frühjahr 1989 hätten sie beide in New York gelebt. Bei den Studentenunruhen sei Liu Xiaobo dann nach Peking zurückgekehrt, und er, Bei Ling, sei aus Angst in New York geblieben. Dafür schäme er sich bis heute. Aber schon 1989 habe er daran gedacht, eine Biographie über Liu Xiaobo zu schreiben, der nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens zum ersten Mal inhaftiert wurde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)