14. Januar 2011 08:21 Uhr

BND will Historikerkommission uneingeschränkte Akteneinsicht gewähren

Für einen Geheimdienst gilt dieser Vorstoß als einmalig: Der Bundesnachrichtendienst will einer Historiker-Kommission uneingeschränkte Einsicht in seine Archive geben. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, sagte vor Journalisten, die Kommission werde gemeinsam mit einer internen Arbeitsgruppe die Vergangenheit des BND und seines Vorgängers, der Organisation Gehlen, untersuchen. Ein erster Versuch des Historikers Gregor Schöllgen war vor einigen Jahren gescheitert, weil es Unstimmigkeiten mit dem Bundeskanzleramt gegeben hatte - nicht zuletzt über den Zugang zu Geheimakten. Uhrlau sagte wörtlich: "Die Kommission wird alles sehen, ohne Einschränkung". Was danach veröffentlicht werde, müsse von Fall zu Fall entschieden werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)