14. Januar 2011 08:54 Uhr
In unserem Kalenderblatt geht es heute um diplomatische Bemühungen, die nicht fruchteten. Vor 30 Jahren wurde in Genf die Namibia-Konferenz der Vereinten Nationen ergebnislos abgebrochen. Damit scheiterten die Bemühungen der UNO, einen Waffenstillstand zwischen Südafrika und Namibia zu vereinbaren. Pretoria lehnte das Angebot mit der Begründung ab, die Vereinten Nationen seien nicht neutral. Namibia stand damals unter der Verwaltung der Südafrikanischen Union. Im Jahr 1960 gründete sich die Bewegung Swapo, die für die Unabhängigkeit des Staates kämpfte. Unterstützung kam von der UNO, die nur die Swapo als legitime Regierungsmacht anerkannte. Südafrika besetzte aber weiterhin den afrikanischen Staat. Nachdem auch in Genf keine Einigung erreicht werden konnte, zogen sich die Auseinandersetzungen noch über Jahre hin. Erst 1990 wurde Namibia unabhängig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)