14. Januar 2011 12:57 Uhr

Nach Schengen sind mehr Tierarten nach Galicien eingewandert

Das Schengener Abkommen erleichterte nicht nur Menschen das Reisen zwischen den EU-Staaten. Auch exotische Tierarten können durch die gelockerten Grenzkontrollen leichter in neue Lebensräume vordringen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler von den Universitäten in Santiago de Compostela und Coruna. Sie untersuchten, wie viele invasive, also eingewanderte Arten sich in den letzten hundert Jahren in Süßwasserseen und Flüssen in Galicien angesiedelt haben. Das ist eine autonome Region im Norden Spaniens. Die Forscher berichten im Fachmagazin "Biodiversity and Conservation", es seien gut 30 Arten gewesen - deutlich weniger als auf der gesamten iberischen Halbinsel. Das liege unter anderem daran, dass Galicien geographisch relativ isloliert sei. Nach der Unterzeichnung des Schengener Abkommens 1995 habe sich die Zahl aber angeglichen. Seitdem breiteten sich fremde Arten in der Region genauso schnell aus wie im übrigen Spanien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)