14. Januar 2011 15:02 Uhr
Es ist alles nur gekauft. Das behauptet jedenfalls der langjährige Pressesprecher der Golden Globe Awards, Michael Russell. Nach einem Bericht der Zeitung "The Hollywood Reporter" hat er Klage gegen den Verband der Auslandskorrespondenten eingereicht, der die Filmpreise vergibt. Russell beschuldigt die 90 Mitglieder, sie hätten sich für Nominierungen einiger Filme entlohnen lassen - zum Beispiel mit Urlaubsreisen und anderen Geschenken. Außerdem ließen sich die Filmkritiker von Studios und Produzenten für Lobbyarbeit bezahlen und vergäben Presseplätze auf dem roten Teppich gegen Geld. Russell war dem Bericht zufolge bis zum vergangenen Jahr Pressesprecher der Golden Globes, dann wurde er entlassen - nach eigenen Angaben, nachdem er Bedenken gegen die Praxis geäußert hatte. Die diesjährigen Golden Globes werden in der Nacht zum Montag in Los Angeles verliehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)