14. Januar 2011 17:23 Uhr

Streit um Carl-Peters-Straßen und Plätze

Er ließ Menschen erhängen und ganze Dörfer zerstören. Der Kolonialist Carl Peters lebte Ende des 18. Jahrhunderts in Afrika. In Deutschland sind noch immer Straßen nach ihm benannt, trotz seiner bekannt rassistischen Haltung. Die Stadt Soltau will jetzt nach einigen anderen Städten wie Karlsruhe, Köln und München ebenfalls ihre Carl-Peters-Straße umbenennen. Dagegen hatten zuvor Anwohner geklagt. Ihrer Meinung nach hätten Hinweistafeln am Straßenschild ausgereicht. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg lehnte den Antrag der Anwohner jetzt ab. Berlin und Bremen gingen anders mit der Thematik um. Der Name blieb, nur wurde die Straße einem anderen, nicht rassistischen Herrn Peters zugeschrieben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)