17. Januar 2011 06:29 Uhr

MDR-Verwaltungsrat sucht nach Ursachen im ki.ka-Millionenbetrug

Nächste Runde im Fall des Millionenbetrugs beim Kinderkanal. Für Aufklärung und Konsequenzen soll jetzt der MDR-Verwaltungsrat sorgen. Im Dezember war der Fall aufgeflogen. Unbemerkt von seinen Vorgesetzten soll ein leitender Mitarbeiter des ki.ka mit fingierten Rechnungen Millionen erschlichen haben - trotz interner Kontrollen. Ein Geschäftspartner des Senders hatte sich selbst angezeigt. Die Staatsanwaltschaft Erfurt bezifferte den Schaden aus den vergangenen sechs Jahren auf vier Millionen Euro. Insgesamt könnten die Männer seit 2002 mehr als sieben Millionen Euro ergaunert haben - ein Teil der Fälle ist bereits verjährt. Ob der ki.ka-Mann seine Masche auch mit anderen Firmen durchzog, ist unklar. Aufklären wollen die Aufsichtsgremien des Senders heute auch, warum ein einziger Mitarbeiter Buchungen in Höhe von bis zu 500.000 Euro veranlassen durfte. Bereits 2008 soll das ZDF eindringlich vor den Zuständen beim ki.ka gewarnt haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)