17. Januar 2011 11:36 Uhr
Ein Schulbuch, das an keiner Schule benutzt werden darf? Was unsinnig klingt ist Realität im Nahen Osten. Vor einem Jahr legten ein Israeli und ein Palästinenser gemeinsam ein Schulbuch für israelische Schüler vor. Sie wollten damit für mehr Verständigung zwischen beiden Völkern sorgen. Jedoch Ohne Erfolg, das Schulbuch ist in keiner israelischen Schule zugelassen. Das Verbot passe zur allgemeinen Stimmung in Israel, sagte der israelische Soziologe Moshe Zuckermann bei Deutschlandradio Kultur. Auch sei die Freiheit, mit der etwa Geschichtslehrer die Hintergründe des Palästina-Konflikts aufarbeiten könnten begrenzt. In den 1990er Jahren habe es in Israel eine offenere Aufarbeitung der isrealischen Geschichte gegeben. Doch, so Zuckermann, sei diese Debatte durch die Verschärfung des Konfliktes vor allem um den Gaza-Streifen wieder verloschen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)