18. Januar 2011 13:55 Uhr
Dem Kabeljau wird zu warm. Das gilt jedenfalls im Skagerrak, einem Teil der Nordsee vor der Südküste Norwegens. Das hat ein internationales Forscherteam herausgefunden und berichtet darüber im Fachmagazin "PNAS". Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich die Meerestemperatur in den letzten 90 Jahren auf den Kabeljau-Nachwuchs auswirkt hat. Dazu werteten sie Daten von Messtationen entlang der norwegischen Küste aus. Sie hatten unter anderem die Länge von mehr als 100.000 Jungfischen erfasst. Ergebnis: Warme Temperaturen im Frühjahr wirken sich zwar positiv auf das Wachstum aus. Wird das Wasser aber auch im Sommer wärmer, kehrt sich dieser Effekt ins negative um. Die Forscher meinen deshalb, der Klimawandel könne den Lebensraum von Kabeljau vor der skandinavischen Küste zerstören. Übrigens: Eine andere Bezeichnung für Kabeljau ist Dorsch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)