18. Januar 2011 14:56 Uhr

Hintergrund: Unwörter seit 1991

In diesem Jahr hat es "alternativlos" zum Unwort des Jahres geschafft. Das haben wir vorhin bereits gemeldet. Nun blicken wir noch mal zurück auf ein paar Unwörter der letzten 20 Jahre. Das erste Unwort war 1991 "ausländerfrei", eine fremdenfeindliche Parole im Zusammenhang mit den Ausschreitungen in der Stadt Hoyerswerda. 1994 schaffte es "Peanuts" auf Platz eins, der abschätzige Begriff stammte aus dem Bankerjargon. 1998 lautete das Unwort "sozialverträgliches Frühableben", 2001 "Gotteskrieger". Erinnerungen wecken dürften bei den meisten vor allem die Begriffe aus den vergangenen drei Jahren: "Herdprämie", "notleidende Banken" und "Betriebsratsverseucht". Der Titel wird seit 1991 von einer Jury aus Sprachwissenschaftlern vergeben. Der Begriff "Unwort" ist übrigens schon sehr lange bekannt: Er fand sich schon 1473 im "Deutschen Wörterbuch" der Brüder Grimm. Dort bezieht er sich auf ein Wort, das "böse", "beleidigend" oder "verwerflich" ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)