18. Januar 2011 17:20 Uhr

Studie: Nicht alle Menschen reagieren gleich stark auf Dieselruß

Dieselruß sind schädlich - für manche Menschen allerdings mehr als für andere. So schreiben es amerikanische Forscher im Fachmagazin "Environmental Health Perspectives". Entscheidend sei ein winziger genetischer Unterschied - an entscheidender Stelle: in einem Gen, dass steuert, wie stark der Körper auf den Kontakt der Lungen-Flimmerhärchen mit Dieselruß reagiert. Bei rund drei Viertel der Menschen passiert den Forschern zufolge das: Die Rußpartikel - nur den Bruchteil eines Haares dick - gelangen mit dem Luftstrom tief in die Lunge. Dort treffen sie auf die Flimmerhärchen. Diese sind dafür zuständig, dass keine Fremdkörper in der Lunge bleiben. Die Rußpartikel allerdings enthalten Chemikalien, die innerhalb der Zellen eine Kettenreaktion auslösen, die letztlich das Lungengewebe angreift. Die restlichen 25 Prozent blieben selbst in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung relativ gesund, so die Forscher. Sie hoffen, ihre Erkenntnisse schon bald für die Entwicklung eines Schutzsprays nutzen zu können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)