19. Januar 2011 06:24 Uhr

Conterganopfer bekommen ein Denkmal

Die Bronze-Skulptur wird ein Mädchen zeigen - ohne Arme. Sie soll ein Denkmal sein für die Opfer des Medikaments Contergan. Der Stadtrat von Stolberg bei Aachen stimmte dem Plan zu. In Stolberg sitzt der frühere Hersteller von Contergan, das Pharmaunternehmen Grünenthal. Es will die Skulptur eigenen Angaben zufolge bezahlen. Das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan kam vor 50 Jahren auf den Markt. Es wurde gezielt auch schwangeren Frauen verschrieben, weil es gegen die typische morgendliche Übelkeit half. Erst nachdem vermehrt Babys mit schweren Fehlbildungen von Gliedmaßen und Organen geboren wurden, entdeckten Ärzte den Zusammenhang mit Contergan. Ende 1961 wurde das Medikament vom Markt genommen. Weltweit kamen durch Contergan rund 10.000 behinderte Kinder zur Welt, davon 5.000 in Deutschland.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)