19. Januar 2011 06:51 Uhr

FAZ: Ölkatastrophe hätte in der Arktis viel schlimmere Folgen

Die Arktis gilt als einer der sensibelsten Naturräume der Welt. Trotzdem wollen zahlreiche Firmen dort nach Öl und Gas bohren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, gaben der britische Ölkonzern BP und die russische Firma Rosneft ihre Allianz bekannt. Sie wollen demnach gemeinsam die Rohstoffe im russischen Teil der Arktis erschließen. Die Hoffnung auf reiche Funde sei dabei groß: Nach einer Schätzung amerikanischer Geologen könnten sich unter dem Eis 90 Milliarden Fass Öl verbergen. Dies entspreche 20 Prozent der vermuteten globalen Öl- und Gasvorkommen, die noch unerschlossen sind. Die Katastrophe im Golf von Mexiko scheint laut "FAZ" weder BP noch andere Firmen davon abzuhalten, in der Arktis nach Öl zu bohren. Dabei hätte ein Unfall dort viel weitreichendere Folgen. Die Wassertemperatur sei so niedrig, dass sich ausgelaufenes Öl nur sehr langsam abbauen könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)