19. Januar 2011 07:52 Uhr

SZ schreibt über Techniken, mit denen man illegal geschlagenes Holz eindeutig zuordnen kann

Millionen Hektar Wald verschwinden jährlich in den Tropen - und zwar durch illegale Abholzung. Laut einer Schätzung des WWF macht der Handel mit illegalem Holz 20 bis 40 Prozent des weltweiten Holzhandels aus. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtet über verschiedene Techniken, mit denen sich die Herkunft von Tropenholz eindeutig erkennen lässt. Eine Möglichkeit sei die Genanalyse, anhand derer man Baumfamilien mit charakteristischem Erbgut bestimmen kann. Bei einer anderen Technik würden der Anteil schwerer und leichter Varianten von Sauerstoff und Wasserstoff in den Hölzern untersucht. Da die Anteile dieser stabilen Isotope regional unterschiedlich seien, könne man durch sie die Abstammung eines Holzes lokalisieren. Beide Methoden kosten laut "SZ" zwischen 100 und 300 Euro. Eingesetzt werden könnten sie zum Beispiel direkt am Zoll oder auch später im Handel. Um die Kontrollen routinemäßig nutzen zu können, müsste allerdings eine internationale Referenzdatenbank aufgebaut werden, worin alle Charakteristika für verschiedenen Regionen festgehalten sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)