19. Januar 2011 17:21 Uhr

Gespräche über Fernsehsendungen können zu Essstörungen führen

Kein Fernsehen ist auch keine Lösung. Zumindest wenn Eltern versuchen ihre Kinder von den schädlichen Einflüssen der Medienwelt fernzuhalten. Forscher der Universität Harvard fanden heraus, dass es genügt, wenn vor allem Mädchen Freundinnen haben, die viel fernsehen. Auch so würden Körperideale vermittelt, die zu Essstörungen führen könnten. Die Wissenschaftler erforschten über viele Jahre das Verhalten von Mädchen auf den Fiji-Inseln. Dort gibt es erst seit 1995 Satellitenfernsehen. Bis dahin galten weibliche Rundungen auf dem Inselstaat im Südpazifik als Ideal. Essstörungen waren so gut wie nicht vorhanden. Die Forscher bemerkten: Bereits drei Jahre nach Einführung der ausländischen Fernsehkanäle hatte sich das Schönheitsideal stark gewandelt. Um es zu erreichen hungerten immer mehr Mädchen oder erbrachen sich nach dem Essen: Alles, um den Schauspielerinnen im Fernsehen ähnlicher zu werden. Dabei war es egal, ob ein Mädchen selbst fernsah, oder nur seine Freundinnen. Den größten Einfluss hatten demnach die Gespräche über die neuen Vorbilder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)