20. Januar 2011 06:54 Uhr
Bei den Menschen läuft's häufig so ab: Butterbrote schmieren, in Papier einwickeln, Apfel waschen und Thermoskanne befüllen. Bei Amöben funktioniert es etwas anders, aber auch bei ihnen gibt es den Brauch Fresspakete zu packen, bevor es auf Reisen geht. Das haben Biologen aus Texas herausgefunden. Im Fachmagazin "Nature" schreiben sie, es gebe bestimmte Schleimpilz-Einzeller, die betrieben eine rudimentäre Form der Landwirtschaft. Deshalb haben sie sie "Bauern-Amöben" genannt. Diese Einzeller hätten die Angewohnheit, sich zu Klumpen zusammenzutun und sich auf die Suche nach Nahrung zu machen. Dabei würde sie quasi kleine Felder anlegen, in denen sich Bakterien weiter vermehrten. Diese dienten als Proviant für die Zeit, wenn die Amöben sich zu Schleimpilzen weiterentwickeln. Wenn sie also sozusagen eine Reise antreten. Bisher hatten die Forscher gedacht, die Amöben verspeisten alles, was sie bekommen können, sofort.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)