20. Januar 2011 12:56 Uhr
Im islamischen Strafrecht steht auf Apostasie - das ist der Abfall vom Islam - die Todesstrafe. Das Christentum ist für Muslime in islamischen Staaten also ein verbotenes Thema. Der iranische Autor Amir Hassan Cheheltan schreibt heute in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dass es sie aber dennoch gebe: Christen im Iran. Sie organisierten sich in Untergrund-Kirchen. In der islamischen Republik gebe es für jede verbotene Angelegenheit geheime Orte. Verbotene Bücher finde man in den Hinterzimmern der Buchhandlungen, Satellitenschüsseln würden in abgelegenen Abstellräumen außerhalb der Stadt gelagert. Seit Weihnachten gebe es nun eine Welle der Verhaftungen von Christen. Von offizieller Seite heißt es, die Menschen seien "Glaubensdiebe". Cheheltan schreibt, die Obrigkeit im Iran kenne kaum eine größere Niederlage als jene, dass die Bevölkerung sich einer anderen Religion zuwende.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)