20. Januar 2011 10:03 Uhr
Das Gehirn wird beim Fußballspielen weit mehr gefordert, als beim Schach beispielsweise. Das sagt der Tübinger Hirnforscher Hans-Peter Thier in einem Interview mit der "ZEIT". Die Leistungen, die unser Gehirn in der Motorik vollbringe, also beispielsweise beim Dribbling, seien außerordentlich. Dabei passiere das meiste völlig unbewusst. Bei einem guten Pass im Strafraum von einem Fußballspieler zum anderen laufe die Entscheidung, an wen der Ball abgegeben wird, ganz unbewusst. Zeit zum Nachdenken, habe der Spieler in der Situation nicht. Und welche Hirnregionen sind verantwortlich dafür, dass Messi spielt wie Messi und Klose wie Klose? Laut Hirnforscher Thier plant das Großhirn die geniale Fußbewegung, die den tödlichen Pass ermöglicht. Weil es sich aber nicht für die exakte Umsetzung interessiere, also schlampig sei, müsse das Kleinhirn mitarbeiten. Das sorge dann für die Genauigkeit.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)